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Was macht eigentlich eine Doula?

Und was ist der Unterschied zu einer Hebamme?

 

Eine Doula ist eine Geburtsbegleiterin. Sie begleitet schwangere Frauen/Paare vor, während und nach der Geburt emotional, physisch + kontinuierlich 1-1. Das Wort Doula stammt aus dem Altgriechischen und bedeutet so viel wie „Dienerin der Frau“.

 

Wusstest du, dass Frauen in früheren Zeiten beim kraftvollen Ereignis Geburt immer von anderen Frauen unterstützt wurden? Dies wird übrigens durch verschiedene Skulpturen und Zeichnungen so beschrieben: Gebärende, Hebamme und Freundin/nnen.

 

„Dass Frauen anderen Frauen während der Geburt helfen, ist ein sehr alter und weitverbreiteter Brauch. So fanden wir nach Durchsicht anthropologischer Aufzeichnungen von 128 nicht-industrialisierten Jäger-, Sammler- und Ackerbau-Gesellschaften, dass es mit Ausnahme von einer einzigen bei allen üblich war, der Mutter während der Geburt ständigen Beistand zu leisten. In dem Masse jedoch, in dem sich die Geburt von zuhause ins Krankenhaus verlagert hat und damit sicherer für jene Mütter wurde, deren Zustand mit Risiken verbunden ist, ist dieser elementare Bestandteil der Geburtshilfe verlorengegangen.

In neuer Zeit hat zwar das Bestreben, die Väter zur Geburt hinzuzuholen und andere die Geburt erleichternde Massnahmen einzuführen, die Situation erheblich verbessert, dennoch fehlt nach wie vor ein wichtiges Glied in der Kette. Trotz aller Verbesserungen ist die Geburtserfahrung heute immer noch von Einsamkeit und seelischen Stress geprägt, wird für manche Mütter, die während der Geburt weitgehend auf sich selbst gestellt sind, das Entbindungszimmer zur „Einzelzelle“.

In den vergangenen 15 Jahren haben wir in Zusammenarbeit mit anderen Kollegen untersucht, welche Auswirkungen es hat, wenn Frauen bei der Geburt wieder kontinuierlich durch andere Frauen unterstützt werden. Dabei hat sich gezeigt, dass diese ständige Unterstützung durch eine erfahrene Geburtsbegleiterin ausserordentlich viele Vorteile hat.“

 

Auszug aus dem Buch „Doula – der neue Weg der Geburtsbegleitung“ von Marshall H. Klaus, John H. Kennell, Phyllis H. Klaus.

 

Kontinuierliche 1-1 Betreuung

 Ja, heutzutage fehlt eine kontinuierliche 1-1 Betreuung meistens. Und genau da setze ich mit meiner Arbeit als Doula/Geburtsbegleiterin an. Ich begleite schwangere Frauen und ihre Partner emotional + physisch während der Schwangerschaft, Geburt und im Wochenbett. Mit meiner ruhigen und einfühlsamen Unterstützung stelle ich sicher, dass die Gebärende und ihr Partner beim wichtigen Ereignis Geburt optimal begleitet und nie alleine sind. Und somit die Geburt als positives Erlebnis erfahren dürfen. Ich bin immer an ihrer Seite zusätzlich zur Hebamme und/oder Arzt.

 

Die Geburt ist ein einzigartiges und unvergessliches Erlebnis im Leben einer Frau und ihrer Familie und sie verdient es, liebevoll begleitet zu sein. Entdecke hier meine Angebote.

 

Was ist der Unterschied zur Hebamme?

Die Doula/Geburtsbegleiterin ist eine zusätzliche Begleitung zu einer Hebamme und/oder Arzt im Spital, im Geburtshaus oder zu Hause. Sie ersetzt weder Arzt noch Hebamme und ist nicht medizinisch ausgebildet. Somit kann sie keine vaginalen Untersuchungen, CTG’s, Herztöne abhören, Blutdruck messen, etc. machen. Sie ist für das emotionale Wohlbefinden der Gebärenden und ihres Partners zuständig.

 

Wozu brauche ich eine Doula/Geburtsbegleiterin?

Monika Maccioni-Meier ist eine superlative Doula

Die Doula/Geburtsbegleiterin ersetzt zwar weder Hebamme noch Arzt, aber sie füllt eine Lücke…dort wo eine kontinuierliche 1-1 Begleitung nicht möglich ist. Sie kann sich ganz auf die Gebärende und ihren Partner einlassen, da sie keine anderen Aufgaben zu erledigen hat. Es ist wichtig, wie sich eine Frau und ihre Partner unter der Geburt fühlen. Und für dieses Wohlbefinden ist die Doula/Geburtsbegleiterin zuständig. Sie gibt Hilfestellungen bei Positionen, erinnert daran zu trinken, motiviert, unterstützt den Partner, massiert…aber das Wichtigste: sie ist einfach da! Und das kann ein Schlüsselpunkt während der Geburt (und auch schon in der Schwangerschaft und im Wochenbett) sein. Sie hat Zeit für die Schwangere und ihren Partner.

 

Wozu du eine Doula/Geburtsbegleiterin brauchst? Weil es wichtig ist, wie wir gebären und wie wir geboren werden! Damit du positiv auf dein Geburtserlebnis zurückblicken kannst, weil du in jeder Minute emotional begleitet warst. Egal wie deine Geburt verlaufen ist. Es war immer jemand an deiner Seite. Und dieses Gefühl ist unbezahlbar, denn wir vergessen die Geburt eines Kindes NIE. Frag einmal deine Grossmutter ob sie sich noch an die Geburt deiner Mutter erinnern kann. Ich bin sicher, das kann sie.

 

Mein Partner ist bei der Geburt dabei. Brauche ich eine Doula/Geburtsbegleiterin?

Ja, ich würde es sehr empfehlen. In früheren Zeiten war es selbstverständlich, dass Frauen die Gebärende unterstützt haben. Und ich finde schon alleine die Vorstellung schön, dass eine Gebärende wie eine Göttin umsorgt wird. Denn sie ist Schöpferin. Schenkt neues Leben. Und es kann nie genug Hände geben, um die Gebärende zu umsorgen.

 

Dein Partner übt eine ganz andere Rolle aus bei der Geburt. Er ist der Wächter des Geburtsraumes. Er ist dein Fels in der Brandung. Er schenkt dir Kraft und Halt. Er liebt dich. Und die Doula/Geburtsbegleiterin wacht sozusagen über alle Anwesenden bei der Geburt. Sie unterstützt deinen Partner in seiner Rolle. Sie unterstützt dich. Und sie hat einen wichtigen Vorteil gegenüber deinem Partner: sie ist eine geburtserfahrene Frau. Sie war schon bei anderen Geburten anwesend. Es ist ihre Aufgabe Paare in dieser Zeit zu unterstützen. Für deinen Partner ist es eine neue und ungewohnte Situation. Da ist es sinnvoll sich Unterstützung zu holen.

 

Brauche ich eine Hebamme, wenn ich eine Doula/Geburtsbegleiterin habe?

 Ja. Die Doula/Geburtsbegleiterin ist nicht medizinisch ausgebildet. Sie kann keine vaginalen Untersuchungen machen, Herztöne abhören, Blutdruck messen oder andere medizinische Aufgaben ausführen.

 

Wird die Doula/Geburtsbegleiterin im Krankenhaus für uns sprechen?

 Nein. Die Doula/Geburtsbegleiterin wird nicht für euch sprechen. Es ist die Aufgabe deines Partners mit dem medizinischen Personal zu kommunizieren (du bist ja mit Gebären beschäftigt und solltest dich deshalb darauf konzentrieren). ABER die Doula/Geburtsbegleiterin unterstützt deinen Partner darin, dass er eure Wünsche dem Geburtsteam mitteilen kann. Dass er nachfragt, wenn euch etwas nicht klar sein sollte. Dass er nach anderen Optionen fragt. Die Doula/Geburtsbegleiterin kann das medizinische Personal auf eure Wünsche aufmerksam machen, wenn ihr sie in einem Geburtsplan festgehalten habt. Sie kann bei der Übersetzung von Fachausdrücken behilflich sein. Und sie unterstützt euch dabei, dass ihr eure Entscheidungen treffen könnt. Die Doula/Geburtsbegleiterin fördert die Eigenverantwortung der Paare.

 

Übernimmt die Krankenkasse die Kosten einer Doula/Geburtsbegleiterin?

 Nein, grundsätzlich nicht. Aber die Krankenkasse sollte auf jeden Fall angefragt werden, ob ein Teil der Geburtsbegleitung übernommen wird.

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