Gib die Verantwortung nicht ab

Gib die Verantwortung nicht ab

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Warum es wichtig ist, dass du während der Schwangerschaft & Geburt die Verantwortung nicht abgibst

 

Weil es deine Schwangerschaft & Geburt ist und es ein wichtiges Ereignis in deinem Leben ist, das du positiv in Erinnerung behalten solltest. Und weil du damit in DEINE Kraft kommst, die du für die Geburt und auch den Weg als Mutter brauchst. Und weil du die Expertin bist! Ja, du bist die Expertin für dich und dein Baby.

Damit meine ich nicht, dass du Expertin im medizinischen Bereich bist. Das kannst du ruhig den Ärzten/Hebammen überlassen.

Aber du bist Expertin, wenn es um dein Seelenwohl und das deines Babys geht. Niemand sonst, kennt dich und dein Baby so gut, wie du. Du hast einen ausgeprägten Mutterinstinkt, eine Intuition, eine innere Stimme, auf die du dich verlassen kannst. Du bist während der Schwangerschaft sehr zugänglich für deine Intuition. Die Kunst ist es, sie zu hören, wahrzunehmen und ihr dann zu vertrauen.

Wie du diese Kunst meisterst? Dazu habe ich einen Tipp:

Deine Intuition kannst du am besten über die Stille wahrnehmen. Hier kann sie sich wunderbar entfalten. Beginne damit, dass du dir 5 Minuten Stille von deinem Tag schenkst. 5 Min. wo du dich zurückziehst, ohne Handy, Musik, Facebook, etc., dich bequem hinsetzt (oder du darfst auch liegen, wenn das für dich angenehmer ist. Allerdings besteht hier die Gefahr, dass du einschläfst und du dann deine Intuition nicht wahrnehmen kannst). Also, am besten setzt du dich bequem hin, schliesst deine Augen und konzentrierst dich auf deinen Atem. Dann machst du deinen Kopf ganz leer und bist einfach im Moment. Sollten Gedanken auftauchen, dann lass sie auftauchen, werde dir bewusst, dass sie da sind und lass sie vorüberziehen. In dieser Stille, nur mit dir und deinem Baby, zeigt sich deine Intuition als keiner Impuls, Bild, Farbe, Wort, Duft, etc. Nimm einfach wahr, ohne zu werten, ohne irgendetwas zu wollen und geniesse diese Zeit. Dies wird in deinem hektischen Alltag vielleicht eine Herausforderung sein, aber tue es einfach. Und dann wirst du im Verlauf der Schwangerschaft deine Intuition stärken und es wird dir immer leichter fallen, sie wahrzunehmen. Und es kann durchaus sein, dass die 5 Minuten zu 10 Minuten werden, weil du merkst, dass sich diese stille Zeit positiv auf dich und deine Schwangerschaft auswirkt.

Jetzt weißt du also, wie es dir gelingt, deine Intuition immer besser wahrzunehmen. Aber wie kannst du ihr dein Vertrauen schenken?

Zuerst einmal möchte ich folgendes sagen: wenn du in der Liebe bist und nicht in der Angst, ist dein Vertrauen stark und ganz natürlich. Die Angst ist es, die dich an diesem Vertrauen zweifeln lässt.

Und wie können sich die Zweifel einschleichen? Vor allem durch die Menschen, um dich herum. Sie geben dir, gefragt oder meist ungefragt, ihre gut gemeinten Ratschläge, Tipps und Geschichten über Schwangerschaft & Geburt. Diese lassen dich dann zweifeln, weil es oft sehr unterschiedliche Ratschläge und Tipps sind.

Dazu ein kleines Beispiel: du möchtest eine Hausgeburt und erzählst dies deinem Umfeld. Und dann hörst du folgende Geschichte (frei erfunden): ich bin ja so froh, dass ich im Krankenhaus geboren habe, wo ich ärztliche Hilfe hatte. Meine Geburt ging einfach nicht vorwärts und die Herztöne von meinem Baby waren dann so schlecht, dass sie einen Notkaiserschnitt machen mussten. Zum Glück war ich im Krankenhaus. Ich weiss nicht, was passiert wäre, wenn ich zu Hause geboren hätte.

Was macht diese Geschichte mit dir? Bist du jetzt verunsichert? Fragst du dich, ob eine Hausgeburt wirklich sicher ist? Und plötzlich vertraust du deinem inneren Wunsch, dem Drang nach einer Hausgeburt, nicht mehr. Du bist verunsichert und zweifelst. Zweifelst an deinem Gefühl, zweifelst daran, ob du überhaupt gebären kannst, usw.

Möchtest du noch die „wahre“ Geschichte hören? Die Geburt ist nämlich so verlaufen:

Die Geburt wurde eingeleitet und weil die Wehen nicht stark genug waren, bekam die Frau einen Wehentropf. Da sie von den künstlichen Wehen überrollt wurde und damit nicht umgehen konnte (was übrigens sehr verständlich ist), bekam sie ziemlich früh eine PDA. Sie war über Stunden in der gleichen Position auf dem Rücken. Sie konnte sich nicht mehr viel bewegen. Sie war völlig schmerzfrei und hat die meiste Zeit geschlafen. Die Herztöne des Babys wurden nach langen Stunden immer schlechter und der Muttermund hatte sich auch noch nicht vollständig eröffnet. Die Ärzte haben sich dann Sorgen gemacht und der Frau einen Kaiserschnitt vorgeschlagen.

Wie hätte sich die Geburt entwickelt, wenn sie nicht eingeleitet gewesen wäre? Wie hätten sich die Herztöne entwickelt, wenn nicht für eine so lange Zeit PDA und Wehenmittel im Einsatz gewesen wären? Hätte es dann auch einen Kaiserschnitt gebraucht? Ja, vielleicht schon. Aber vielleicht auch nicht. Wir wissen es nicht.

Was ich dir hier zeigen möchte, ist, dass du mit Geschichten, die dir jemand erzählt, immer vorsichtig sein solltest. Es ist ihre Wahrheit, aber nicht deine. Es ist ihre Geschichte, aber nicht deine. Du bist einzigartig. Deine Schwangerschaft ist einzigartig. Dein Baby ist einzigartig. Deine Geburt ist einzigartig. Deshalb wäre es am besten, wenn du dir solche Geschichten gar nicht anhörst. Umgib dich nur mit Menschen, die wissen, dass Geburt etwas normales und natürliches ist. Die dir zutrauen, dass du gebären kannst und dich in deinen Wünschen unterstützten.

Auch durch die vielen Ratschläge und Tipps aus Büchern, dem Internet, Facebook-Gruppen, kannst du leicht verunsichert werden. Und dein Vertrauen wandelt sich schnell in Zweifel. Deshalb empfehle ich dir, gut in dich hinein zu spüren. Was ist für dich stimmig? Was ist deine Wahrheit? Magst du das Buch, das du liest? Fühlst du dich in der Facebook-Gruppe wohl?

Vergiss nie, dass du die Expertin für dein Seelenwohl und das deines Babys bist.

Deine Geburt wird sicher nicht ein negatives Ereignis werden, weil du das Buch, welches dir deine Freundin empfohlen hat, nicht gelesen hast. Sie wird nicht daran scheitern. Auch nicht daran, dass du nicht genug Yoga gemacht hast. Oder dich nicht vegan ernährt hast. Oder jenes oder dieses nicht gemacht hast.

ABER…Geburt braucht Vertrauen! Absolutes Vertrauen in dich, deine Intuition, deinen Körper, dein Baby und das Wunder Geburt. Und wenn du schon während der Schwangerschaft im Vertrauen bist, triffst du Entscheidungen aus der Liebe und nicht aus der Angst.

Aber jetzt zurück, warum es gut ist, wenn du die Verantwortung für deine Schwangerschaft & Geburt übernimmst. Zuerst einmal: was passiert, wenn du die Verantwortung an den Arzt, die Hebamme oder wen auch immer abgibst? Sie werden für dich Entscheidungen treffen. Sie werden „wissen“, was für dich und dein Baby am besten ist. Und sie werden „wissen“, was für deine Geburt „richtig“ ist.

Aber stimmt all das dann mit deiner Vorstellung über Geburt überein? Vielleicht hast du zu Beginn deiner Schwangerschaft noch keine Vorstellung darüber, wie deine Geburt aussehen soll. Aber wenn der Geburtstermin näher rückt, wirst du eine Vorstellung haben. Vielleicht ist dir diese Vorstellung nicht bewusst. Aber ich bin sicher sie ist da. Und weil du die Verantwortung nicht übernimmst, kann es sein, dass sich deine Vorstellung nicht mit den Vorstellungen der anderen deckt.

Wenn das für dich stimmig ist, dann kannst du das so machen.

Aber wenn du nach deinen Vorstellungen und in deiner Kraft gebären möchtest, dann solltest du die Verantwortung während der Schwangerschaft und Geburt nicht abgeben.

Übernimm JETZT die Verantwortung für eine Schwangerschaft & Geburt nach deinen Wünschen.

Informiere dich während der Schwangerschaft, damit du bewusste Entscheidungen treffen und beim Arzt mitreden kannst. Bereite dich auf die Geburt vor, so wie es für dich und dein Baby stimmig ist. Überlege dir, welcher Geburtsort für dich stimmig ist. Wo fühlst du dich wohl? Und wen möchtest du bei der Geburt dabei haben?

Vertraue deiner Intuition und folge der Energie deines Herzens, der Liebe. Triff deine Entscheidungen aus der Liebe und nicht aus der Angst. Und vergiss nie, dass du die Expertin für das Seelenwohl von dir und deinem Baby bist. Euer Seelenwohl ist genauso wichtig, wie die medizinische Betreuung. Es braucht beides.

Bist du in deiner Verantwortung, in deiner Kraft, darf sich dein Weg genauso entfalten, wie es für dich und dein Baby stimmig ist…

…weil es wichtig ist, wie wir gebären und wie wir geboren werden.

Brauchst du Begleitung auf deinem Weg in die Selbstverantwortung, bin ich gerne für dich da.

Alles Liebe,

Monika / ANAYA-Frauenkraft

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